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Haben Sie diese Seite aufgerufen, um mehr über den Seitenbetreiber zu erfahren? In dem Fall habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie. Die gute Nachricht zuerst: Auf dieser Seite befindet sich sehr viel Text. Aus diesem Text können Sie sicher Informationen über mich filtern. Die schlechte Nachricht: Es gibt auf dieser Seite – abgesehen von einer Mailadresse – keine Kontaktdaten. Nun da diese Formalität geklärt ist, möchte ich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen.

Die Geschichte handelt von einem Mann, der in den 80er Jahren in Deutschland geboren ist. Genauer gesagt: Dem damaligen Westdeutschland, in der Nähe der niederländischen Grenze. Abgesehen davon, dass die Musik damals grausam war – was ihn nicht sonderlich kümmerte, bis in die 90er lauschte er hauptsächlich den Klängen von Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg – hatte er eine sehr behütete Kindheit. Er wohnte in einem kleinen Haus mit großem Garten, hatte liebevolle Eltern und sogar ein eigenes Zimmer.

Erste Erfahrungen mit dem Tod machte er Gerüchten zufolge allerdings schon mit drei Jahren. Irgendwo in dem großen Garten befand sich nämlich ein Stall. In diesem Stall befanden sich Käfige. Und in diesen Käfigen befanden sich süße, kleine, kuschelige Häschen. Die – groß genug – einen grausamen Tod starben und im Kochtopf endeten. Laut Erzählungen betrachtete der damals noch sehr kleine Junge fasziniert und sehr interessiert jede Schlachtung. Er erinnert sich zwar nicht mehr daran, aber vermutlich ist diese frühe Konfrontation mit dem Tod der Grund dafür, dass er einen psychischen Knacks davongetragen hat. Nicht, dass Sie das jetzt falsch verstehen: Er selber würde sicher bestreiten, dass sich die damaligen Ereignisse irgendwie psychisch ausgewirkt haben. Aber Sie wissen sicher, wie Betroffene sind: Probleme werden oft geleugnet. Und bisher hat er sich einer psychologischen Aufarbeitung hartnäckig entzogen.

Im Alter von vier Jahren verschwand der Kaninchenstall. An dessen Stelle entstand ein Neubau im Garten. Ein freistehendes Einfamilienhaus, da die Familie inzwischen Zuwachs bekommen hatte und die Zimmer daher langsam knapp wurden. Vier Zimmer plus Küche und Bad sind leider nicht sehr viel.

Wir springen nun ein wenig in der Zeit, um die Handlung voranzubringen: Die Schulzeit verlief im Wesentlichen ereignislos. Einschulung, Tod des geliebten Großvaters mit 8 Jahren, nach der vierten Klasse Schulwechsel. Mit 15 der erste Ferienjob. In einer Brotfabrik. Drecksarbeit. Hauptsächlich deswegen, weil er morgens um 4 Uhr aufstehen musste. Die Entlohnung war aber akzeptabel. Es folgte ein Job als Zeitungsausträger – mies entlohnt. Und schließlich dann der Job im Supermarkt. Zu dieser Zeit wurde der junge Mann zum ersten Mal mit ernsterer Kriminalität konfrontiert. Als er eines Nachmittags nach Dienstschluss arglos in die Räumlichkeiten für Angestellte marschierte – die Supermärkte schlossen damals Samstags noch um 16 Uhr – spürte er kalten Stahl in seinem Nacken. Verbunden mit der Aufforderung, den Anweisungen Folge zu leisten. Wohl aufgrund exzessiven Killerspielkonsums – insbesondere Half Life und diverser Mods, allen voran Counterstrike, sowie Commandos – schien ihm der Überfall äußerlich nicht viel auszumachen. Anders sah es bei den drei weiblichen Angestellten aus, die nach dem Abzug der Räuber weinend darum baten, er möge doch bitte weniger fröhlich sein. Die Polizei kam, nahm ihn mit aufs Revier und tatsächlich: Nach nur anderthalb Jahren verplapperte sich einer der Täter im Rahmen einer Vernehmung in anderer Sache und wurde vor Gericht gestellt. Was für den Mann in dieser Geschichte einen Tag schulfrei bedeutete: Zeugenaussage.

Etwa ein Jahr nach der Verhandlung folgte das Abitur. Dem folgte eine Ausbildung. Dem folgte das Studium der Rechtswissenschaften (Wobei gesagt werden muss, dass er eine tiefe Sympathie für Naturwissenschaften hegte und den Geisteswissenschaften wenig Respekt entgegen bringt). Und nun steht er hier, im Referendariat, bereit, die Welt durch lebensnotwendige, juristische Arbeit zu verändern. Nach dem zweiten Staatsexamen.

Sie werden es inzwischen erraten haben. Bei der Person, die in dieser Kurzbiografie beschrieben wird, handelt es sich um… Einen Freund. Trotzdem vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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(Sie fragen sich, was jetzt mit der Mailadresse ist? Das war vielleicht ein wenig gelogen.)

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